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Ergänzende Informationen zur Professur Angewandte Sozialwissenschaften

Liebe Bewerberin, lieber Bewerber!

 

Gerne möchten wir ihnen - neben dem offiziellen Ausschreibungstext - weitere Informationen und Hinweise für die ausgeschriebene Stelle

 

Professur (50% Stelle)


Angewandte Sozialwissenschaften

Besoldungsgruppe: 50% analog W 2 HBesG

Kennziffer: GW 39/24-P

geben. Bitte beachten Sie, dass diese Hinweise rein informeller Natur sind. Es gilt der veröffentlichte Ausschreibungstext.

Mit der Ausschreibung laden wir Sie ein, Teil unseres Teams am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften zu werden. Der Fachbereich ist historisch aus dem Sozial- und Kulturwissenschaftlichen Begleitstudium der Hochschule Darmstadt hervorgegangen. Von Beginn an sind bei uns Kolleginnen und Kollegen ganz unterschiedlicher, im weitesten Sinne gesellschaftswissenschaftlicher Disziplinen vertreten. Die Ausdifferenzierung eines erheblichen Teils des Lehr- und Forschungsspektrums an der Hochschule Darmstadt nahm in unserem Fachbereich ihren Ausgang.

 

Als ein Ergebnis dieser Ausdifferenzierung gesellen sich mittlerweile mehrere Studiengänge um den Interdisziplinären Studienbereich Sozial- und Kulturwissenschaften:

Es ist üblich, dass die Kolleginnen und Kollegen der einzelnen Studiengänge pro Semester ein bis zwei Veranstaltungen (à 2 SWS) im Interdisziplinären Studienbereich Sozial- und Kulturwissenschaften anbieten. Diese Veranstaltungen sind teilweise für Studierende aller Fachbereiche offen; teilweise handelt es sich um fachbereichsspezifischen Lehrexport. Dies ist auch für die ausgeschriebene Professur vorgesehen und daher in den Dienstaufgaben festgehalten.

 

Zum Wintersemester 2017/18 haben wir am Fachbereich den B.A.-Studiengang Angewandte Sozialwissenschaften eröffnet. Wir bieten hier ein NC-freies Studium der Sozialwissenschaften mit dezidiert angewandtem Profil an. Das Studium ist charakterisiert durch zwei, je zweisemestrige Projektmodule: das Einführungsprojekt (1./2. Semester) und das Schwerpunktprojekt (4./5. Semester). Um Umfang her handelt es sich je um 20 SWS (30 ECTS). Diese Module werden begleitet von einer intensiven Ausbildung in den Methoden empirischer Sozialforschung. Ab dem dritten Semester bieten wir eine Differenzierung in zwei Vertiefungsrichtungen an: (1) Innovation und Evaluation, (2) Arbeitsbeziehungen und Diversität.

Ab dem kommenden Wintersemester bieten wir zudem den neuen M.A.-Studiengang Angewandte Sozialwissenschaften an. Dessen Schwerpunkte liegen im Bereich der Begleitung, Förderung und Analyse sozial-ökologischer, digitaler und anderer „Transformationen“ von der individuellen bis zur gesamtgesellschaftlichen Ebene. Wie im B.A.-Studiengang legen wir Wert auf die qualitativen wie auf die quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung sowie deren kombinierte Anwendung („mixed methods“). Einzelheiten zu den beiden Studiengängen finden Sie unter https://sowi.h-da.de/ .

 

Als Dienstaufgabe sind Lehrveranstaltungen sowohl im B.A. wie im M.A. Angewandte Sozialwissenschaften festgehalten. Ein Abgleich der Lehrressourcen des Fachbereichs mit den Anforderungen des B.A. und des M.A. hatte zum Ergebnis, dass derzeit für die Professur hauptsächlich an einen Einsatz im Bereich des B.A. gedacht wird. Bei personeller und organisatorischer Passung ist aber auch ein Einsatz im Bereich des M.A. möglich.

Wir möchten die Internationalisierung des Studienfelds Angewandte Sozialwissenschaft ausbauen. Daher heben wir in der Ausschreibung die Bereitschaft und die Fähigkeit hervor, Veranstaltungen in englischer Sprache anzubieten.

Weiterhin geben wir als Voraussetzung die „Fähigkeit zu interdisziplinärer Integration im Bereich der Sozialwissenschaften“ an. Gemeint ist hier die Fähigkeit, relevante sozialwissenschaftliche Phänomene aus verschiedenen theoretischen oder (sub-) disziplinären Blickwinkeln zu betrachten – und den Studierenden zu helfen, sich im Raum dieser Perspektiven zurecht zu finden. Vorschläge zur Umstellung einer Produktlinie oder eines Arbeitszeitmodells haben beispielsweise je eine betriebswirtschaftliche, eine organisationssoziologische und handlungspsychologische und ggf. eine kommunikationswissenschaftliche Seite. Neben die Abschätzung der Erfolgsbedingungen einer Innovation (und die Evaluation ihrer Wirkungen) kann die kritische Befähigung der von Veränderungen betroffenen Personenkreise treten, für Ihre Interessen effektiv einzutreten. Auch diese Unterschiedlichkeit der Perspektiven gilt es, affektiv, kognitiv und gesellschaftlich einzuordnen.

Wenn Sie weitere Fragen zur ausgeschriebenen Professur haben, können Sie mich gern auch persönlich ansprechen:

Prof. Dr. Jan Barkmann
Vorsitzender der Berufungskommission
(jan.barkmann2@h-da.de; Telefon: 06151-533-67933)